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Zombies lieben Nacktschnecken

Aus: www.tagesspiegel.de/comics, April 2010, von Lars von Törne

In der Erzählung "König Kobra" ist Berlin die Kulisse für einen Endzeit-Zombie-Schocker. Am Sonnabend signiert Autor Bela Sobottke sein Werk im Comicladen Grober Unfug.

Die Apokalypse erwischt ihn auf dem Klo. Der Kreuzberger Willy Pachulke ist einer der wenigen Menschen, die in nicht allzu ferner Zukunft die fast komplette Zerstörung der Stadt Berlin und der übrigen Welt auf wundersame Weise überleben. Fortan streift das Raubein mit Dreitagebart fast auf sich alleine gestellt durch die Ruinen der Metropole, immer auf der Suche nach dem, was nach dem großen Knall, dessen Ursache rätselhaft bleibt, das Kostbarste geworden ist: Wasser. Ausgerüstet mit einem Akkuschrauber, der zu einer radioaktiven Pistole mutiert ist, und tatkräftig unterstützt von einer mutierten Nacktschnecke namens Bruno, nimmt Pachulke die Herausforderung an – und den Kampf mit einer Horde mutierter Untoter auf, die sich an der Hirnmasse ihrer menschlichen Opfer ergötzen.

Das ist das Szenario der Endzeit-Erzählung "König Kobra" von Bela Sobottke, einem Berliner Comiczeichner, der zuletzt mit dem Serienmörder-Drama "Knochen-Jochen" von sich reden machte – einem Buch, das vor allem wegen seiner Kombination aus Splatter-Ästhetik und kunstvoll gereimten Texten einen eigenen Charme entwickelte, wenngleich einen der trashigeren Sorte. (Weiter nächste Seite)